Fentanyl-Missbrauch breitet sich aus

von Jörn Patzak, veröffentlicht am 13.04.2013

Im Juni letzten Jahres berichtete ich im Blog über den Missbrauch von Fentanyl-Pflastern im Münchener Raum mit 8 Todesopfern (s. hier). Es zeigt sich, dass es sich nicht nur um ein kurzfristiges regionales Phänomen handelte, denn nun mahnt auch der Hessische Apothekerverband (HAV) zur Vorsicht bei der missbräuchlichen Verwendung gebrauchter oder fälschlich verordneter Fentanylpflaster (s. dazu DAZ.online vom 11.04.2013).  Bereits in einem Beitrag vom 04.02.2013 wies die DAZ.online darauf hin, dass es zum vermehrten Missbrauch von Fentanyl-Pflastern in Oberbayern und im Ostalbkreis gekommen sei. Dabei sei beobachtet worden, dass Drogenabhängige durch „Ärztehopping“ versuchten, sich die Verschreibung von Fentanyl-Pflaster zu erschleichen. Oder gebrauchte Pflaster werden aus den Abfällen von Krankenhäusern und Altenheimen entwendet, um die Pflaster entweder zu kauen oder um den Restwirkstoff herauszulösen und zu injizieren.

Ergo: Der Fentanyl-Missbrauch scheint sich nordwärts in Bewegung gesetzt zu haben!

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2 Kommentare

gebrauchte pflaster kauen... jungejunge!

Typische Folge der Prohibition.
Und es geht weiter und weiter...

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