Auf die Euphorie folgt die Depression – und dann der tödliche Kollaps: Cyrstal MethInhalt abgleichen

Experte: Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg

Rechtsanwalt; VRiOLG a.D.; VRiBayObLG a.D.

30.08.2012

Die zumal aus illegalen Produktionsstätten vom Nachbarland Tschechien nach Bayern geschmuggelte Synthetikdroge Crystal Meth (N-Methylamphetamin) passt genau in unsere Zeit: Der Konsument wächst bei gesteigertem Selbstwertgefühl “über sich hinaus“, ist aufgeweckt und kontaktfreudig, sexuell angeregt und kann bis 30 Stunden wach bleiben (anschaulich Stern TV). Das alles ist allerdings nicht neu. Schon im Zweiten Weltkrieg hielten sich Piloten und Soldaten mit der „Panzerschokolade“ wach. Später kam das Aufputschmittel Metaamphetamin unter dem Namen Pervitin in den Handel.

Nur: Crystal Meth ist eine der aggressivsten Drogen und macht in kürzester Zeit mit selbstzerstörerischer Wirkung abhängig!

Derzeit steigt die Verbreitung von Crystal Meth in Bayern stark an. Über die offene deutsch-tschechische Grenze kann die Droge mehr oder weniger ungehindert den deutschen Konsumenten zur Verfügung gestellt werden.

In einem vereinten Europa erwarten wir aber, dass die tschechische Regierung energischer gegen die „Meth-Küchen“ vorgeht und auch stärker kontrolliert, soweit die Droge über Asien über das Durchgangsland Tschechien in den Länder der Europäischen Union verbreitet wird.  

Siehe auch:


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Kommentare:
bombjack

31.08.2012

Später kam das Aufputschmittel Metaamphetamin unter dem Namen Pervitin in den Handel.

Nur: Crystal Meth ist eine der aggressivsten Drogen und macht in kürzester Zeit mit selbstzerstörerischer Wirkung abhängig!

 

Tja da Pervitin = Crystal Meth ist frägt man sich doch wie es sein kann, dass sich Soldaten und vor allem Piloten das Zeug reinzogen ohne innerhalb kürzester Zeit mit selbstzerstörerischer Wirkung abhängig zu werden, schließlich wurden da  in der Zeit von April bis Juni 1940 von der Wehrmacht und Luftwaffe mehr als 35 Millionen Tabletten Pervitin verbraucht. 

Btw. laut der englischen Wiki enthielt eine Tablette 3 mg Wirkstoff, somit entsprechen die 35 Millionen Tabletten rund 105 kg Methamphetamin was da in drei Monaten verkonsumiert wurde. 

Könnte es also sein, dass die Konsumform auch einen entscheidenden Beitrag liefert ob eine Substanz X innerhalb kürzester Zeit mit selbstzerstörerischer Wirkung abhängig macht?

Besonders da Methamphetamin auch als Obetrol als "Appetitzügler" vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Obetrol auf dem Markt war.....

 

Sorry...der der Stern-Artikel ist Mist, nicht die Substanz selber ist das Problem, sondern die Konsumform und -intensität und es mag sein, dass der Mensch von der Suchtklinik in Bayreuth die verheerenden Wirkungen bei seinen Patienten sieht, nur sind das eben Personen die auffällig wurden....Leute die einen sozialverträglichen Gebrauch betreiben wird er eben nicht als Patient haben. Damit ist seine Aussage praktisch soviel wert wie die Aussage eines Sanitäters auf dem Oktoberfest der nur die Alkoholleichen dort kennt, würde der Mann sein Wissen über Alkohol in der Gesellschaft ausblenden und sich nur auf die Erfahrungen auf dem Oktoberfest beziehen, dann könnte er auch zu dem Schluß kommen, dass Alkohol  in kürzester Zeit mit selbstzerstörerischer Wirkung abhängig macht.

 

Sorry die zweite....weil ich über http://blog.beck.de/2009/07/22/zwoelf-schueler-eines-internats-in-bayern... gestolpert bin:

Die gestrige Meldung in einigen bayrischen Zeitungen, zwölf Schüler eines Internats in Oberbayern sollen GBL konsumiert haben, ist für mich nur der Aufhänger, auf das frei erhältliche, meist günstig zu kaufende, aber regelmäßig unterschätzte GBL aufmerksam zu machen - die richtige Dosierung ist schwierig, die Suchtgefehr enorm und der Entzug schwieriger als bei Heroin! Konsumenten also aufgepasst: GBL macht so abhängig wie Heroin!

 

Tschuldigung, wie wäre mit Schuster bleib bei Deinen Leisten? Was sollen diese Aussagen bzw. wo woher stammt der Mist von  "GBL macht so abhängig wie Heroin!"?

Es mag zwar ein Blog sein und damit persönliche Meinung....nur kräuselt es mir als Naturwissenschaftler bei solchen Aussagen die Zehennägel auf....

 

bombjack

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Tourix

31.08.2012

Erfahrungsgemäß dauert es eine gewisse Zeit, bis Politiker auf neue Problematiken reagieren.

Aber wenn es weitere alarmierende Berichte dazu gibt, wird sich das denn auch recht schnell bis zur Politik verbreiten.

 

@ bombjack

Es geht in erster Linie um die Gefährlichkeit der Droge (vor allem in der starken Konzentrierung) und nicht um die medizinische oder chemische Details. Sie machen ja ein Theater als wären sie persönlich davon betroffen.

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bombjack

31.08.2012

Tourix schrieb:

@ bombjack

Es geht in erster Linie um die Gefährlichkeit der Droge (vor allem in der starken Konzentrierung) und nicht um die medizinische oder chemische Details. Sie machen ja ein Theater als wären sie persönlich davon betroffen.

 

 

und zur Gefährlichkeit gehören nicht die medizinischen und chemischen Details?

 

Mal anders gefragt, was soll der Artikel im Spiegel? Warnen? Wenn ja, dann rangiert er auf der gleichen Stufe wie http://www.jugend-und-sucht.de/ was bei der Zielgruppe Gelächter ausgelöst hat und keine Aufklärung. Spätestens wenn die Zielgruppe mit der Substanz in Kontakt kommt und aus Neugier sie probiert und die im Artikel beschriebenen Risiken nicht eintreten, werden die Warnungen unglaubwürdig und dann werden eben auch die durchaus vorhandenen Risiken eben auch unter "Unglaubwürdig" verbucht und daher habe ich etwas, gegen solche Artikel, die sich warnend geben, aber unterm Strich dafür sorgen, dass mehr Leute infomiert werden, dass es dort billig Subtanz xyz gibt oder für was außer Werbung sollte man das " An den Stoff kommt sie leicht: Die tschechische Grenze liegt nur 40 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Dort gibt es Märkte, wo jeder die Droge unter dem Ladentisch kaufen kann. " 

das halten? Hat das was mit der Gefährlichkeit der Substanz zu tun, besonders wo der Blog-Eintrag auch in die gleiche Kerbe schlägt?

 

bombjack

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Mein Name

31.08.2012

bombjack schrieb:
Mal anders gefragt, was soll der Artikel im Spiegel?
Das ist die richtige Frage. Antwort: auch Spiegel und SternTV müssen Werbeeinnahmen generieren, und das funktioniert immer noch am besten, wenn Aufmerksamkeit erregt wird.

Nimmt man sich dagegen nur zwei Minuten Zeit, um im Internet nach dem zitierten Arzt und seiner Klinik zu suchen, findet man einen Vortrag dieses Arztes vom Mai 2012, in dem die ganze Sache deutlich differenzierter dargestellt wird:

"bereits vor der Grenzöffnung und vor der liberalisierten Gesetzgebung in der tschechischen Republik hat eine Veränderung in der Drogenszene stattgefunden."

"Gibt es Prävalenzstudien in den an die Tschechische Republik angrenzenden Regionen? NEIN. - Wird denn bei irgendeiner dieser Erhebungen (Schülerstudie) nach Crystal-Speed gefragt oder gar nach Researchchemicals? NEIN - Unterschätzt/überschätzt? -> wir wissen es nicht"

"Auch in Ländern, die nicht primäre Verbindung zur Tschechischen Republik haben, gibt es einen Schwenk von Speed zu Crystalspeed."

"In GB: auftreten von Methamphetamin aus Holland! -> Auftreten von Methamphetamin aus Holland in Westdeutschland ???"

"Nicht die böse Tschechische Republik und schon gar nicht die bösen Vietnamnesenmafias"

"Nicht vergessen, Alkohol ist unser Hauptproblem - HALT-Alkohol-Prävention ist Drogenprävention!"

"1. Alkohol und Bingedrinking ist bei weitem ein größeres Problem…
2. (suchtmedizinisch-politisch) die Sicherstellung der Rahmenbedingungen der Substitution ebenso
3. Todesfälle auch eher Fentanyl, und die iatrogenen*) Medikamentenprobleme sind endlich angekommen in der öffentlichen Diskussion. Davon nicht wieder ablenken!"

*) Abhängigkeit von durch den Arzt verschriebenen Medikamenten

Wenn schon hier im Blog über die "Qualität juristischer Berichterstattung" geätzt wird, sollten sich alle Beitragsschreiber und Threadersteller an die eigene Nase fassen und und, wenn es um nichtjuristische Themen geht, ein Mindestmaß an Recherche, Sorgfalt und Qualitätsdenken an den Tag legen.

Immerhin kommt der Suchtmediziner zu einem vergleichbaren Ergebnis:

"wir werden ja eher durch die (bayerische) Politik behindert, schadensminimierende Hilfen anzuwenden."

"warum die 1. Welle glimpflich abging, war die Reduktion der Verfügbarkeit, auch durch Wirkstoffkontrollgesetz und Zusammenarbeit der Tschechischen Polizei mit den deutschen Behörden! -> Repression und politische (diplomatische) Einflussnahme auf Tschechische Republik."

"Alkohol ist Hauptproblem - aber Crystal muss als das gesehen werden was es ist, die
gefährlichste Substanz."

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Scharfrichter

31.08.2012

Die von "Mein Name" verlinkte Präsentation von Dr. Härtel ist unbedingt lesenswert.

Instruktiv zu manchen Beiträgen in diesem Forum dürfte z. B. S. 137 sein.

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Mein Name

31.08.2012

Dennoch: GBL vom Abhängigkeitspotential mit Heroin gleichzusetzen oder es als "Vergewaltigungsdroge" zu bezeichnen, zeigt einen deutlichen Nachholbedarf nicht einmal an Fachwissen, sondern an allgemein zugänglichen Informationen (oder Sorgfalt, wenn man GBL mit GHB verwechselt).

Dass Methamphetamin (Meth, nicht Meta - noch so ein Schreibfehler) bei oraler Einnahme keine so zerstörerischen Wirkungen hat wie beim Schnupfen oder Rauchen, ist andererseits kein Grund, die Verfügbarkeit der Substanz auf dem Schwarzmarkt nicht zu bekämpfen. (Opium erlitt das gleiche "Schicksal", als sich der Konsum in Form von Rauchen vor 200 Jahren durchsetzte und sechs Jahrtausende sicheren, therapeutischen Gebrauch von Opium vergessen ließ)

Im Gegenteil, die Differenzierung zu Ecstasy ist umso wichtiger - das setzt aber wiederum voraus, dass die alarmistische Dämonisierung von MDMA, wie sie z.T. hier im Blog betrieben wurde, als politisch motiviert und medizinisch unsubstantiiert erkannt wird.

Leider findet diese notwendige Differenzierung auch bei der in der Summe zerstörerischsten Droge, dem Alkohol, nicht statt. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man einen Liter 4,5%-igen oder einen Liter 45%-igen Alkohol trinkt und ein Unding, dass zur besten Sendezeit im Fernsehen für harte Drogen wie Wodka geworben werden darf. Aber so lange über das Branntweinmonopol die Herstellung von Suchtgiften vom Steuerzahler subventioniert werden muss, entbehrt eine restriktive Drogenpolitik sowieso jeder moralischen Grundlage.

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bombjack

01.09.2012

Scharfrichter schrieb:

Die von "Mein Name" verlinkte Präsentation von Dr. Härtel ist unbedingt lesenswert.

Instruktiv zu manchen Beiträgen in diesem Forum dürfte z. B. S. 137 sein.

 

Fall der Schuss auf mich gemünzt ist....

 

 

Mag sein, dass ich Pro-Legalisierung bin.....denn provokant ausgedrückt bin ich der Ansicht dass mit jeder Substanz ein sozialverträglicher Gebrauch möglich ist. 

Ferner würde man die netten Grundsätze des Herren mal auf legale Drogen wie Alkohol und Nikotin anwenden, müssten diese sofort verboten werden, denn "Beweis der Ungefährlichkeit wie es auch für Medikamente gefordert wird, keine Beweisumkehr!" ist hier auch nicht erbracht. Ferner selbst Wasser und Kochsalz sind nicht ungefährlich d.h. die Forderung des Herren ist an sich schon unerfüllbar....und wenn ich schon beim zerlegen der Aussage bin.....frage ich mich wo er die Aussage mit der Forderung der Ungefährlichkeit der Medikamente her hat...zum einen kann ich mich an diverse Vorfälle erinnern, wo der Verkauf von Medikamenten als sie schon länger im Handel waren gestoppt wurde und da ich in der Kinder-  und Jugendarbeit tätig bin sehe ich z.B. die Ritalinverschreibungen sehr sehr skeptisch.....hier findet ein Langzeitversuch an Kindern dessen Ausgang sehr ungewiss ist.

 

"Safe use" hat zwangsläufig auch etwas mit Legalisierung zu tun auch wenn das einigen Damen und Herren nicht in das Konzept passt, einfach schon aus dem Grund weil zur "Safe use" auch eine genaue Dosierung und das Wissen über die Identität der Substanz gehört, was bei Straßenkäufen wegen der Illegalität nicht gegeben ist. 

 

...und sorry wenn Ratten und Affen wie bei den diversen Studien eines Herren Ricaurte mit Dosen von MDMA vollgestopft werden die auf einen Menschen mit 70 kg umgerechnet 1.4 g MDMA ergeben vgl.  http://blog.beck.de/2011/12/05/piratenpartei-fordert-freigabe-aller-drogen-fuer-erwachsene?page=1

dann ist da was grundlegend meiner Ansicht nach falsch.....und man braucht sich gar nicht an der Übertragbarkeit von Tiermodellen auf den Menschen aufhängen.

Ferner frage ich mich bei so einer Außerung "Die betreffenden verwenden auffallend viel Energie mit der Eruierung möglicher methodischer Schwächen in auf die Gefährlichkeit hinweisenden Veröffentlichungen" zu welcher Klientel sich der Herr Dr. Härtel-Petri zählt? Zu den Wissenschaftlern anscheinend nicht, denn dass Arbeiten und Studien auf methodische Schwächen abgeklopt werden ist eigentlich normal....was soll also die Aussage dieses Herren?

Oder soll man ohne Nachzudenken immer so einen Gefährlichkeitsnachweis akzeptieren? 

und letztlich gilt die Aussage aus http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/stoff/crystal.html die lautet: "Risikofreien Konsum gibt es nicht!" für sämtliche Substanzen illegale, legale und Medikamente.

 

bombjack 

 

 

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bombjack

01.09.2012

Mein Name schrieb:

Dass Methamphetamin (Meth, nicht Meta - noch so ein Schreibfehler) bei oraler Einnahme keine so zerstörerischen Wirkungen hat wie beim Schnupfen oder Rauchen, ist andererseits kein Grund, die Verfügbarkeit der Substanz auf dem Schwarzmarkt nicht zu bekämpfen. 

 

Yep....allerdings bringt meiner Meinung nach nur eine ehrliche Drogenaufklärung da bei Konsumenten und potentiellen Konsumenten etwas.....in den 3.5 Jahren wo ich in Honolulu war und eine Gruppe bei uns ein Drogenstudie über "Ice" (= Methamphetamin; geraucht) betreute, erfuhr ich, dass diese US-Bilder über Ice-Konsum bei der Zielgruppe nicht das Echo hatte was gewünscht war und HI (Hawaii) hat ein gravierendes Ice-Problem. 

 

Ist zwar eine andre Substanz, aber wenn man sich mal mit einem Kokain-Konsumenten unterhalten hat und der einem sagt, dass er lieber das Kokain oral nehmen würde, weil im beim nasalen Konsum die Sache zu schnell anflutet, er aber es nicht macht, weil ihm die Sache dann zu teuer wird (oral braucht man u.U. mehr) dann komme ich halt ins grübeln ob da nicht die Illegalität dafür sorgt, dass Personen einen bezüglich des Suchtpotentials viel risikoreicheren Weg einschlagen.

bombjack

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klabauter

03.09.2012

@bombjack:
Zum Vergleich Heroin-GBL:
Ich habe die Aussage eines Ex-GBL_Konsumenten erlebt, der berichtete, dass der Entzug von GBL für ihn härter gewesen sei als der Heroin-Entzug. GBL/GHB (vorsorglich@mein Name: Der Unterschied zwischen dem Putzmittel und dem BtM ist mir bekannt, es was ein GBL-Konsument ) zermürbt deshalb, weil die Konsumenten unter einen extremen Konsumdruck geraten. D.h. sie wachen z.B. im Viertel- bis Halbstundenrhythmus auf, um sich eine neue Dosis zu geben. Die Dreck/Streckmittelproblematik und Infektionsrisiken der Heroinkonsumenten haben sie eher nicht, aber die Auswirkungen auf Körper und Psyche scheinen durchaus vergleichbar zu sein.

Den kontrollierten Substanzgebrauch bei Chemikalien, die schon bei geringen Dosierungsabweichungen (ich will Alkohol nicht schönreden, aber z.B. für mehrere Liter Bier braucht es ohne Training schon etwas Zeit...) bzw. Unklarheit über den Reinheitsgrad zu Überdosierung führen können und die ein - nach Konsumentenberichten - hohes Suchtpotential schon bei geringer anfänglicher Konsumanzahl haben, halte ich für einen Mythos, der von der weit überwiegenden Anzahl an Bundesbürgern für einen sehr blauäugigen Mythos.

 

P.s.: @ bombjack. Zu Ihrem ersten Beitrag und den Zahlen zu ausgegebenem Pervitin. Sie blenden mE  einige Faktoren aus, die anders als bei jemandem, der sich CM speziell für den Konsum besorgt, keine Rolle spielen:

- Ausgabezahl  ist nicht tatsächliche Konsummenge.

- ein nicht geringer Anteil der Konsumenten lebte vermutlich nicht lange genug,um für Langzeitstudien zur Verfügung zu stehen

- der Frankreichfeldzug im von Ihnen angeführten Zeitraum war nicht unbedingt der herausforderndste des 2. Weltkrieges, so dass die Notwendigkeit, Pervitin zu sich zu nehmen, nicht in dem Umfang wie in späteren Kriegsjahren ausgeprägt war.

- allgemeine Patientenreaktion  ("fehlende Compliance") bei verordneten Medikamenten/ Soldatenreaktion: Wegwerfen und nicht einwerfen, wenn Nebenwirkungen bekannt werden oder Latrinenparolen über vermeintliche Nebenwirkungen bekannt werden

- ggf. Schwarzhandel mit den Tabletten statt Eigenkonsum

 

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