Staatsanwaltschaft prüft KfW-Panne

von Prof. Dr. Bernd von Heintschel-Heinegg, veröffentlicht am 07.10.2008

Nach Informationen der " Süddeutschen Zeitung" (SZ) vom 6.10.2008 haben 30 Bürger die KfW-Banker bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main angezeigt. Diese Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil die KfW in der Bankenstadt ansässig ist. Nun wird wegen des Verdachts der Untreue gegen den gesamten Vorstand einschließlich des neuen Vorstandschefs Ulrich Schröder und und seiner Vorgängerin Ingrid Matthäus-Meier ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft hat die KfW gebeten, etwaige Revisions- und Wirtschaftprüfberichte zu übersenden, die sich mit den Vorgängen befassen. Dies ist umgehend geschehen. Das Material wird nun ausgewertet.

Wer ist für die 319-Millionen-Überweisung kurz vor dessen Pleite an das US-Finanzinstitut Lehman Brothers verantwortlich? Sind es jene Beschäftigten, die den Geldtransfer veranlasst und ausgeführt haben? Vorgesetzte bis hinauf in den Vorstand, weil die KfW falsch organisiert war? Der gesamte Vorstand, weil er angesichts der Krise bei Lehman Brothers intern spezielle Vorkehrungen für Geschäfte mit dem US-Finanzinstitut hätte treffen müssen?

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[...] viel Kooperation wirklich stattfinden wird. Die Sache ist sehr brisant und es bleibt abzuwarten, wie viel Material die Beamten des BKA finden werden. Und das im Jubiläumsjahr der KfW, welche im Jahr der Sozialen Marktwirtschaft gegründet [...]

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[...] Bankenmetropole Frankfurt hat die KfW ihren Sitz - liegen mehrere Anzeigen von Privatpersonen gegen die Manager der KfW vor. Es liegt der Verdacht vor, dass die 319 Millionen Euro schwere Überweisung an die insolvente [...]

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